Silberbarren

Im Gegensatz zu Silbermünzen sind Silberbarren insgesamt deutlich schwieriger zu bekommen und auch teurer, denn im Gegensatz zu Münzen, bei denen ein Mehrwertsteuersatz von 7% anfällt, werden Silberbarren mit der vollen Mehrwertsteuer in Höhe von 19% belegt. Das hat den Hintergrund, dass Silberbarren als weiterverwertbares Metall für die Industrie gelten. Klingt nicht logisch, ist aber so. Daher greifen Käufer tendenziell eher zu Silbermünzen, wenn es sich um kleinere Mengen Silber handelt, denn letztlich bekommt man für das gleich Geld rund 10% mehr Silber ausgehändigt.

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Dennoch sind Barren sehr beliebt und es gibt sogar einige Silberbarrensammler, die sich auf diese Art von Edelmetallen spezialisiert haben. Ähnlich wie bei Anlagemünzen gibt es neben den klassischen Prägungen auch viele Besonderheiten, wie zum Beispiel unterschiedliche Prägungen. Das können besondere Anlässe wie ein Jubiläum sein, historische Momente, Fahrzeuge, Orte oder auch prominente Personen des öffentlichen Lebens. Auch Werbesilberbarren kommen durchaus vor. Am begehrtesten sind in Deutschland klassische Barren von Umicore und Heraeus. Es gibt aber auch andere Anbieter für Silberbarren, wie zum Beispiel Geiger Edelmetalle oder auch Heimerle und Meule (Cook Islands Münzbarren). Silberbarren haben auch in Deutschland eine lange Tradition und werden in endlos vielen Varianten hergestellt.

Folgende Einheiten sind momentan am gängigsten:
1 Unze, 20 Gramm, 50 Gramm, 100 Gramm, 250 Gramm, 500 Gramm, 1 Kilogramm, 5 Kilogramm

Insgesamt gibt es Silberbarren allerdings in nahezu allen Größen, welche schon bei 1 Gramm anfangen. In diesen Fällen zahlt man jedoch ein sehr hohes Aufgeld auf den regulären Silberpreis, denn die Kosten der Prägung liegen deutlich über dem tatsächlichen Silberwertes des Barren. Man kann also durchaus sagen, dass es sich bei solch kleinen Einheiten nicht wirklich um ein ernsthaftes Investment handelt, wobei man Kindern und Sammlern damit bestimmt durchaus eine kleine Freude machen kann.

Einige Silberbarren tragen individuelle Seriennummern, mit denen eine Identifikation möglich ist. Es variiert allerdings vom Hersteller, welche Einheiten mit einer solchen Nummer versehen werden. Meistens ist dies bei Barren mit einem Gewicht ab 500 Gramm der Fall, bei denen eine solche Identifikationsnummer Sinn macht. Es gibt aber auch Ausnahmen, denn sogar einige 1 Unze Silberbarren sind mit einer individuellen Nummer versehen, wie man auf den Bildern im unteren Bereich sehen kann.

Normalerweise sind Silberbarren bei der Auslieferung in Kunststoff eingeschweißt und in seltenen Fällen sogar mit einem Echtheitszertifikat ausgestattet, welches die Echtheit und Reinheit des Silbers garantiert. Dies sorgt zum ersten für einen guten dauerhaften Erhaltungszustand und schützt die Barren außerdem vor dem anlaufen, welches oft für eine sehr unschöne Optik sorgt. Für lose Silberbarren gibt is im Handel auch Silberbarrenkapseln, in denen die Barren ähnlich wie gekapselte Münzen gut geschützt werden.

Sollte man selbst im Besitz von Silberbarren mit Prägenummern sein, sollte man diese natürlich aufschreiben oder gleich den ganzen Silberbarren abfotografieren, damit diese Nummern im Falle eines Diebstahls mit angegeben werden können. Eigentlich sollte man die wertvollen Silberbarren in einem Schließfach oder einem sicheren Tresor lagern, in dem sie vor Diebstahl und Feuer geschützt sind.

Hersteller von Silberbarren aus Deutschland:
Umicore, Degussa (werden nicht mehr geprägt), Edelmetall-Art, EuroMint, Heraeus, Leipziger Edelmetallverarbeitung LEV, Sparkasse Ludwigsburg, Sparkasse Zweibrücken, intercoin GmbH Bochum, Les Graveurs Münz- und Medaillengestaltung GmbH Stuttgart, Münz-Prägstatt München, Stauffen Edelmetall, Südwestbank, Heimerle & Meule.

Internationale Hersteller von Silberbarren:
National Mint Kanada, Valcambi, Credit Suisse, American Argent Mint Ltd. USA, Great Lakes Mint, Golden State Mint, Fleetwood Mint, Gravura Gmbh, American Gold & Silver Cooperation, Belford & Causey Mint, Oxford Mint Alaska, Washington Mint.

Das ist nur eine sehr kleine Auswahl der Scheideanstalten, welche Silberbarren produzieren. In Deutschland sind solche exotischen Barren allerdings nur selten zu bekommen, denn lange Zeit waren fast ausschließlich Barren von Degussa und Argor Heraeus im Handel erhältlich. Wer auf der suche nach solch exotischen SDilberbarren aus dem Ausland ist, wird vermutlich im Internet und auf Auktionsseiten am wahrscheinlichsten fündig.