Anlagesilber

Wenn von Anlagesilber gesprochen wird, handelt es sich in der Regel um klassische Silberanlagemünzen oder Silberbarren, die primär zur Kapitalanlage eingekauft werden. Der Fokus der Anleger liegt dabei im wesentlichen im Silberwert und sie versuchen, das Anlagesilber möglichst nah oder im besten Fall sogar unter dem aktuellen Spotpreis einzukaufen. Im Gegensatz zu Sammlern von Bullionmünzen und Silberbarren achten Sie nicht oder nur sehr wenig auf das Prägejahr sondern achten vielmehr darauf, dass sich das Silber möglichst einfach und sicher zum gegebenen Zeitpunkt mit Gewinn weiterverkaufen lässt. Besonders einfach funktioniert das mit den bekannten Silberanlagemünzen und Barren, denn hier gibt es tagesaktuelle Ankaufs- und Verkaufspreise, welche sich bei vielen Edelmetallhändlern direkt einsehen lassen.

Bei folgenden Silbermünzen (1 Unze bis 1Kg) handelt es sich um klassisches Anlagesilbermünzen (am besten in Münztubes verpackt):
Maple Leaf, American Silver Eagle, Wiener Philharmoniker, Mexiko Libertad,

Bei folgenden Silberbarren (1 Unze bis 1Kg) handelt es sich um klassische Anlagebarren (am besten gekapselt):
Umicore, Heraeus, Valcambi etc.

Silbermünzen wie zum Beispiel die Lunar I oder Lunar II Serie sind als Anlagesilber wenn überhaupt nur bei Kauf im Ausgabejahr geeignet, denn erfahrungsgemäß steigen die Sammlerpreise hier recht stark an, was die Münzen für reine Kapitalanleger eher uninteressant macht. Auch der Verkauf gestaltet sich deutlich schwieriger, denn schließlich muss erst jemand gefunden werden der bereit ist, das entsprechende Aufgeld für Sammler zu bezahlen. Der normale Investor ist dann eher nicht bereit, lange nach dem Münzensammler zu suchen, der genau diese Silbermünze noch für seine Sammlung braucht und außerdem noch bereit ist, einen entsprechenden Preis zu bezahlen. Andere Alternativen wie seltene oder exotische Silbermünzen oder gar Silbergranulat sind als Anlagesilber defintiv nicht geeignet!

Natürlich ist es auch wichtig, wieviel Geld überhaupt investiert werden soll, denn gerade bei größeren Summen die in Feinsilber investiert werden sollen, muss natürlich auch ein entsprechender Lagerplatz zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu Gold lassen sich große Geldmengen nicht so einfach in einem winzig kleinen Schließfach verstauen.

Wann das Anlagesilber verkauft wird, ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Einige Anleger warten darauf, dass der Silberpreis in kürzester Zeit nach oben schießt, um ihr Anlagesilber dann schnellstmöglich zu verkaufen und den Gewinn einzustreichen. Andere tauschen das Silber einfach in Gold um, wenn sich dort noch stärkere Preissteigerungen erwarten lassen. Wieder andere sind nicht daran interessiert ihr Silber zu verkaufen, selbst wenn sie damit einen hohen Gewinn machen würden, denn Ihnen geht es um die Altersvorsorge und das Gefühl der Sicherheit, welches mit physischen Edelmetallen unabdingbar verbunden ist. Solange sie das Geld nicht dringend benötigen, bleibt das Anlagesilber also einfach an seinem angestammten Platz liegen, um eines Tages wieder gegen Papiergeld oder Waren eingetauscht zu werden.

Grundsätzlich kann man jedem raten, zumindest einen kleinen Teil des eigenen Vermögens in Feinsilber anzulegen, auch wenn der Silberkurs in letzter Zeit stark angestiegen ist. Wir gehen davon aus, dass sich der Silberpreis auch weiterhin positiv entwickeln wird.